Ísafjörður ist der größte Ort der abgelegenen Westfjorde, wirkt aber mit seinen rund 2.600 Einwohnern herrlich verschlafen und authentisch. Die Stadt ist berühmt für ihre gut erhaltenen Holzhäuser aus dem 18. Jahrhundert und dient als Basislager für Abenteuer in die unberührte Wildnis von Hornstrandir. Wer hier ankommt, spürt sofort die magische Stille der tiefen Fjorde.
Inhaltsverzeichnis
- Auf einen Blick
- Vom Schiff in die Stadt
- Neðstikaupstaður & Heritage Museum
- Die historische Altstadt: Holzhäuser & Maritimes Erbe
- Die Kirche von Ísafjörður (Ísafjarðarkirkja)
- Aussichtsplattform Útsýnisstaður & Bunárfoss
- Der 3D-Zebrastreifen
- Naustahvilft: Wandern zum Sitz des Riesen
- Dynjandi: Der majestätische Brautschleier
- Bolungarvík & Bolafjall: Das Ende der Welt
- Food & Drinks
- Shopping Ecke
- Fotospots
- Landausflüge in Ísafjörður buchen
- Zurück zum Kreuzfahrtschiff
- Kurz und knackig
- FAQ – Häufige Fragen zu einem Städtetrip nach Ísafjörður
Auf einen Blick
Ísafjörður ist extrem kompakt. Du kannst das gesamte Stadtzentrum in 30 bis 45 Minuten zu Fuß erkunden. Für die spektakulären Ausflüge ins Umland (wie zum Dynjandi) solltest du jedoch unbedingt eine Tour buchen oder einen Mietwagen reservieren. Wichtig: Das Wetter in den Westfjorden ist extrem wechselhaft. Das „Zwiebelprinzip“ ist hier keine Empfehlung, sondern Pflicht.
Vom Schiff in die Stadt
In Ísafjörður gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder dein Schiff legt direkt am Kai (Sundahöfn) an, oder es ankert im Fjord und du setzt mit den Tenderbooten über.
Beide Varianten bringen dich mitten ins Geschehen. Vom Kai läufst du etwa 5 bis 10 Minuten bis zum Marktplatz. Wenn getendert wird, landest du direkt am kleinen Hafenbecken im Zentrum, nur einen Steinwurf von den historischen Gebäuden entfernt. Ein Shuttle oder Bus ist innerhalb der Stadt nicht notwendig. Ísafjörður ist ein klassisches „Walk-in-Destination“.
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Neðstikaupstaður & Heritage Museum

Wir starten direkt am Hafen und laufen ca. 400 Meter zum historischen Siedlungskern Neðstikaupstaður. Dies ist eines der ältesten erhaltenen Handelsviertel Islands, das bereits im 17. Jahrhundert von dänischen Monopolkaufleuten errichtet wurde. Die gut erhaltenen Holzhäuser dienten einst als Lager und Wohnstätten und beherbergen heute die Touristeninformation sowie das berühmte Restaurant Tjöruhúsið.
Inmitten dieser Kulisse befindet sich im „Turnhúsið“ von 1784 das Westfjords Heritage Museum. Es erzählt die packende Geschichte des Überlebens in den Westfjorden. Von der gefährlichen Arbeit auf See bis zur Produktion von Haifischtran. Im Außenbereich kannst du historische Boote bestaunen und tief in die maritime Seele der Vorfahren eintauchen.
Weitere Infos auf der offiziellen Website Link
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Die historische Altstadt: Holzhäuser & Maritimes Erbe

Von der Keimzelle der Stadt aus schlenderst du direkt in das heutige Zentrum. Ísafjörður besitzt eines der am besten erhaltenen historischen Stadtbilder Islands. Bei einem Spaziergang durch die schmalen Gassen triffst du auf farbenfrohe Holzhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die teilweise wie eine Filmkulisse wirken.
Hier spürst du den Stolz der Bewohner auf ihre Geschichte. Es ist ein friedlicher Ort, an dem man sich einfach treiben lassen kann. Besonders das Viertel rund um das Museum strahlt eine Ruhe aus, während der Duft von Meerwasser und frischem Fisch in der Luft liegt – ein echtes Erlebnis für alle Sinne.
Die offizielle Tourismuswebsite von Ísafjörður Link

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Die Kirche von Ísafjörður (Ísafjarðarkirkja)

Mitten im Ort steht die moderne Ísafjarðarkirkja, die durch ihre ungewöhnliche, fast skulpturale Architektur sofort ins Auge sticht. Während das Äußere schlicht wirkt, verbirgt sich im Inneren ein wahrer Schatz: Ein riesiges Altarbild, das aus tausenden Tonscherben besteht und ein Fischernetz bildet. Eine rührende Hommage an die Seefahrer der Stadt.
Die Kirche fungiert nicht nur als Gotteshaus, sondern auch als Gemeinschaftszentrum und Symbol für den modernen Geist der Region. Die Akustik ist hervorragend; oft kannst du leisen Orgelklängen lauschen. Die Umgebung mit ihren gepflegten Blumenbeeten bietet zudem einen idealen Platz für eine kurze Verschnaufpause.


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Aussichtsplattform Útsýnisstaður & Bunárfoss

Vom Kulturhaus aus läufst du etwa 1 km zum Ortsrand, wo die flache Landzunge endet und die Berge steil aufragen. Hier führt ein gut begehbarer Schotterweg zur Aussichtsplattform Útsýnisstaður, die auf einem Lawinenschutzdamm liegt. Von hier oben hast du den perfekten Blick auf Ísafjörður und dein im Fjord liegendes Kreuzfahrtschiff. Ein Hotspot für Panoramafotos.
Wer mehr Bewegung möchte, wandert weiter zum Bunárfoss. Die landschaftlich reizvolle Strecke (insgesamt ca. 5 km vom Schiff) führt durch felsiges Gelände und üppige Vegetation. Der Wasserfall stürzt sanft über grüne Felsstufen herab. Auf dem Rückweg empfiehlt sich ein Spaziergang entlang des Steinstrands, von wo aus man wunderbar die Tenderboote beobachten kann, wie sie zwischen Schiff und Hafen pendeln.


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Der 3D-Zebrastreifen

Ein modernes Kuriosum findest du an der Kreuzung Hafnarstræti und Pólgata. Hier wurde der erste 3D-Zebrastreifen Islands auf den Asphalt gemalt. Durch die optische Täuschung wirken die weißen Streifen wie schwebende Betonblöcke, was Autofahrer zum Abbremsen animieren soll. Es ist ein witziges Motiv für ein schnelles Foto zwischendurch und zeigt den kreativen Humor der Stadt.
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Naustahvilft: Wandern zum Sitz des Riesen

Für die Aktiven ist die Wanderung zur Naustahvilft ein Muss. Die markante, halbkreisförmige Vertiefung im Berg oberhalb des Flughafens wird „Sitz des Riesen“ genannt. Der Legende nach hinterließ ein erschöpfter Riese diesen Abdruck im Fels. Du erreichst den Startpunkt am besten mit einem kurzen Bustransfer oder Taxi Richtung Flughafen.
Der Aufstieg ist steil und dauert etwa 30 bis 45 Minuten, erfordert aber keine Kletterausrüstung. Oben angekommen, sitzt du buchstäblich im „Schoß des Riesen“ und genießt den wohl spektakulärsten Blick über den gesamten Fjord und das Tal.
Weitere Infos zum Naustahvilft Link
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Dynjandi: Der majestätische Brautschleier

Der Dynjandi (auch Fjallfoss genannt) ist ein kaskadenartiger Wasserfall, der wie ein riesiger Fächer geformt ist. Das Besondere ist seine Struktur: Während er oben an der Kante etwa 30 Meter breit ist, fächert er sich nach unten hin auf bis zu 60 Meter Breite auf. Das verleiht ihm sein charakteristisches Aussehen, das oft mit einem Brautschleier oder einer riesigen weißen Treppe verglichen wird.
Er ist das Herzstück einer Serie von insgesamt sieben Wasserfällen, die du auf dem Weg nach oben nacheinander passierst. Jeder dieser kleineren Fälle hat einen eigenen Namen (wie Hæstahjallafoss, Strompgljúfrafoss oder Göngumannafoss). Da das Wasser über uralte Basaltstufen stürzt, entsteht eine terrassenförmige Optik, die in Island einmalig ist. Der Name „Dynjandi“ bedeutet übersetzt schlicht „der Donnernde“ oder „der Dröhnende“ – und wenn du davor stehst, verstehst du sofort, warum: Die Akustik der Wassermassen, die gegen den Fels schlagen, ist überwältigend.
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Bolungarvík & Bolafjall: Das Ende der Welt

Nur 15 Minuten Fahrt entfernt liegt das Fischerdorf Bolungarvík mit dem Freilichtmuseum Ósvör. Hier zeigt ein Guide in traditioneller Lederkleidung in einer rekonstruierten Fischerhütte, wie man früher der gnadenlosen Nordsee trotzte. Ein harter Kontrast zur friedlichen Stadt Ísafjörður.
Ein Highlight ist die Fahrt auf den Berg Bolafjall (nur im Sommer). Auf dem Gipfel ragt eine Aussichtsplattform über die Klippe hinaus. Du blickst hunderte Meter tief ins Meer und bei klarer Sicht sogar bis zur Küste Grönlands.
Online-Tickets & wichtige Informationen zur Besichtigung des Freilichtmuseums Link
Food & Drinks
In Ísafjörður solltest du eine kulinarische Entscheidung treffen, die du nie bereuen wirst: Ein Besuch im Tjöruhúsið. In diesem historischen Holzhaus gibt es keine klassische Speisekarte, sondern ein Buffet mit frischen Fisch direkt aus der Region, der direkt in riesigen Pfannen serviert wird. Für den schnellen, authentischen Hunger ist das Dokkan Brugghús ideal – hier kannst du das erste in den Westfjorden gebraute Bier probieren und dazu lokale Fisch-Snacks genießen.
Island ist eine Nation von Kaffeeliebhabern, und Ísafjörður hat mit dem Heimabyggð ein echtes Juwel. In gemütlicher Wohnzimmer-Atmosphäre gibt es hier fantastischen Kaffee und die wohl besten Zimtschnecken der Region. Falls du etwas wirklich Lokales probieren möchtest: Achte auf Harðfiskur (getrockneter Fisch), der in den Westfjorden eine lange Tradition hat und als der perfekte, proteinreiche Snack für Wanderungen gilt – am besten mit einer dicken Schicht isländischer Butter!
Shopping Ecke
Ísafjörður ist ein Paradies für Liebhaber von echter Handwerkskunst und maritimen Schätzen. Die Devise lautet hier: Kauf Qualität statt Kitsch. Ein echter Lopapeysa (Islandpullover), der hier oft noch von lokalen Frauen aus der Umgebung gestrickt wird, ist das ultimative Souvenir. Schau bei Rammagerðin vorbei, dort findest du hochwertiges isländisches Design und Wolle.
Auch Produkte aus Fischleder, das in den Westfjorden verarbeitet wird, sind ein einzigartiges und nachhaltiges Mitbringsel. Wer ein kleineres Souvenir sucht: Lokales Meersalz oder handgemachte Schokolade mit isländischen Beeren sind wunderbare Geschenke. Da das Zentrum so winzig ist, kannst du deine Einkäufe ganz entspannt zum Ende des Tages erledigen, da der Weg zurück zum Kai oder zum Tenderboot nur wenige Minuten dauert.
Fotospots
Für das perfekte Ísafjörður-Foto ist die Lage zwischen den steilen Bergen entscheidend. Den 3D-Zebrastreifen in der Hafnarstræti fotografierst du am besten aus einem niedrigen Winkel, um die optische Täuschung der „schwebenden Blöcke“ perfekt einzufangen. Die Ísafjarðarkirkja wirkt am besten von der Seite, um das markante Kirchendach vor den massiven Tafelbergen im Hintergrund zu kontrastieren.
Für das ultimative Panorama deines Kreuzfahrtschiffs im Fjord solltest du den Aufstieg zur Aussichtsplattform Útsýnisstaður wählen – von dort oben wirkt die Stadt auf ihrer schmalen Sandbank wie ein Spielzeugmodell. Wer den dramatischen Look sucht, findet am Dynjandi-Wasserfall (bei einem Ausflug) unzählige Perspektiven, besonders wenn man die kleineren Kaskaden im Vordergrund nutzt, um die gewaltige Größe des „Brautschleiers“ zu betonen.
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Zurück zum Kreuzfahrtschiff
Der Rückweg in Ísafjörður ist herrlich unkompliziert, da die Stadt so kompakt ist. Wenn dein Schiff direkt am Kai (Sundahöfn) liegt, kannst du buchstäblich bis 15 Minuten vor dem „All Aboard“ in den gemütlichen Cafés der Altstadt sitzen. Sollte dein Schiff jedoch im Fjord ankern und getendert werden, plane am Nachmittag unbedingt 30 bis 45 Minuten Puffer ein, da sich an der Pier oft Schlangen für die Tenderboote bilden.
Ein wichtiger technischer Hinweis: Falls du einen Mietwagen für den Dynjandi-Wasserfall hattest, plane genug Zeit zum Tanken ein. Es gibt im Ort nur zwei Tankstellen, und diese können bei mehreren Schiffen im Hafen gut besucht sein. Bevor du an Bord gehst, wirf noch einen letzten Blick auf die majestätischen Berge, die den Hafen umschließen. Beim Auslaufen solltest du unbedingt an Deck sein: Die Fahrt durch den schmalen Fjord gehört zu den spektakulärsten Manövern in Island.
Kurz und knackig
- Fisch-Genuss: Ein Buffet-Besuch im legendären Tjöruhúsið einplanen.
- 3D-Foto: Den schwebenden Zebrastreifen in der Hafnarstræti knipsen.
- Donner-Besuch: Den Dynjandi-Wasserfall bestaunen (Ausflug nötig!).
- Riesen-Blick: Zur Naustahvilft wandern für das ultimative Fjord-Panorama.
- Vogel-Insel: Mit dem Boot nach Vigur zu den Papageientauchern fahren.
FAQ – Häufige Fragen zu einem Städtetrip nach Ísafjörður
In Ísafjörður können tatsächlich fast alle gängigen Kreuzfahrtschiffe direkt am Industriekai Sundahöfn anlegen. Von dort sind es nur ca. 10 Minuten zu Fuß ins Stadtzentrum. Sollten jedoch zwei sehr große Schiffe gleichzeitig im Hafen liegen, muss eines davon im Fjord ankern und Tenderboote nutzen. Diese bringen dich dann direkt zum kleinen Hafenbecken mitten im Herzen der Stadt.

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