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Praktische Reisetipps für deine Städtereise nach Linz mit dem Flusskreuzfahrtschiff

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Collagen-Motiv von den Highlights aus Linz

Linz überrascht. Wer zum ersten Mal in die oberösterreichische Landeshauptstadt einläuft, sieht zunächst die Stahlwerke am Ufer und dann biegt man um die Ecke, und da ist der Hauptplatz: barocke Fassaden, eine marmorne Dreifaltigkeitssäule, und irgendwo spielt das Glockenspiel. Eine Stadt, die sich nicht so verhält, wie man es erwartet.

2009 war Linz Kulturhauptstadt Europas. Das Ars Electronica Center, das Lentos Kunstmuseum und der Mural Harbor zeigen, was das bedeutet: Linz hat seinen Industriecharakter nicht versteckt, sondern produktiv gemacht. Stahl und Streetart, Barock und Technologie, alles nebeneinander, ohne Entschuldigung.

Auf einen Blick

Linz ist die drittgrößte Stadt Österreichs und Hauptstadt von Oberösterreich. Das Zentrum ist kompakt und fußläufig gut zu erkunden, die meisten Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander. Die Altstadt und der Hauptplatz befinden sich auf der Südseite der Donau, das Ars Electronica Center liegt direkt gegenüber auf der Nordseite, über die Brücke in wenigen Minuten erreichbar.
Bezahlt wird in Euro, Kartenzahlung funktioniert überall problemlos.

Vom Schiff in die Stadt

Flusskreuzfahrtschiffe legen in Linz meist direkt beim Lentos Kunstmuseum an, von wo aus der Hauptplatz und die Altstadt in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar sind. Die Promenade entlang der Donau führt dabei direkt ins Zentrum. Darüber hinaus gibt es auf der nördlichen Uferseite einen weiteren Anleger bei der Kunsthalle. Von dort führt der Weg über die Brücke in die Altstadt, das dauert etwas länger, ist aber ebenfalls gut zu Fuß machbar.

Linz ist eine kompakte Walking City. Alle Altstadtstationen lassen sich bequem zu Fuß erkunden. Für den Pöstlingberg nimmt man die historische Pöstlingbergbahn ab Hauptplatz, für den Mural Harbor ein Taxi oder den Bus.


Linz zu Fuß: Der perfekte Stadtspaziergang

Der Rundgang durch Linz beginnt an der Donau und führt durch die Altstadt, hinauf zum Schloss und zurück ans Wasser. Etwa 3 bis 4 Kilometer, gut zu gehen, mit vielen natürlichen Pausen unterwegs. Wer den Pöstlingberg mitnehmen möchte, plant dafür zusätzlich etwa eine Stunde ein.

Hauptplatz

Der Hauptplatz im Zentrum von Linz
Der Hauptplatz im Zentrum von Linz I © Linz-Tourismus, Christoph Partsch

Vom Donaukai sind es nur wenige Schritte bis zum Hauptplatz, dem Herzstück von Linz. In der Mitte steht die Dreifaltigkeitssäule aus weißem Marmor, erbaut 1723 nach einer Pest- und Feuerkatastrophe. Rundum barocke Fassaden, das Alte Rathaus an der Westseite und eine Straßenbahn, die quer durch das Geschehen fährt. Kein abgesperrter Touristen-Platz, sondern ein lebendiger Stadtmittelpunkt.

Am Feichtinger-Haus direkt am Platz erklingt dreimal täglich das Linzer Glockenspiel. Das Alte Rathaus beherbergt heute die Touristeninformation, der Boden im Erdgeschoss ist mit Luftbildaufnahmen von Linz gepflastert, wichtige Orte sind markiert. Ein kurzer Blick hinein lohnt sich direkt zu Beginn des Rundgangs.

Weitere Informationen auf der offizielle Tourismuswebsite von Linz Link

Altstadt, Landstraße & Mozarthaus

Eine Stadtführung durch Linz
Eine Stadtführung durch Linz I © Linz Tourismus, Tom Mesic

Von dort geht es in die Altstadt. Die Landstraße ist die breite Fußgängerzone, belebt und mit dem modernen Musiktheater am Rand. Ruhiger und charaktervoller ist die Herrenstraße dahinter, mit Cafés, kleinen Läden und der Bischofstraße, in der sich einige der schönsten unabhängigen Geschäfte der Stadt verstecken.

In der Altstadt selbst steht das Mozarthaus, ein Renaissancebau aus dem 16. Jahrhundert. Wolfgang Amadeus Mozart war hier Anfang November 1783 zu Gast und komponierte in nur drei Tagen die berühmte Linzer Sinfonie. Im Hauseingang eine Mozartbüste, eine Informationstafel und eine Musikinstallation. Wer durch das Tor in den Innenhof tritt, findet einen dreigeschossigen Arkadenhof aus dem 17. Jahrhundert, einer der stillen Orte mitten im Altstadtgetriebe.

Tipp: Wer mehr über die Geschichte der Altstadt erfahren möchte, ist mit einer Stadtführung gut beraten. Sie zeigt Details, an denen man sonst einfach vorbeiläuft.

Weitere Informationen zu den Stadtführungen auf der offizielle Tourismuswebsite von Linz Link

Alter Dom (Ignatiuskirche)

Wenige Schritte weiter steht der Alte Dom, auch Ignatiuskirche oder Jesuitenkirche genannt. Sein Geschichte reicht zurück bis ins Jahr 1678, der barocke Innenraum ist einer der schönsten der Stadt und ein ruhiger Kontrast zur Betriebsamkeit der Fußgängerzone draußen.

Anton Bruckner, Linz‘ berühmtester musikalischer Sohn, war hier 12 Jahre lang als Organist tätig. Wer das weiß, hört die Stille im Kirchenraum mit anderen Ohren.

Blick auf Nyhavn in Kopenhagen

Mariendom (Neuer Dom)

Der Mariendom in der Stadt Linz
Der Mariendom in Linz I © Linz Tourismus, Romeo Felsenreich

Nur wenige Minuten vom Alten Dom entfernt steht der Mariendom, die größte Kirche Österreichs. Fertiggestellt 1924 nach fast 70-jähriger Bauzeit, überragt er mit seiner neugotischen Silhouette das gesamte Stadtbild. Der Stephansdom in Wien ist nur um exakt zwei Meter höher, der Mariendom dafür breiter und fasst mehr Menschen.

Im Inneren: farbige Glasfenster auf einer Gesamtfläche von über 2.000 Quadratmetern, jedes erzählt eine Geschichte aus der Stadt und ihrer Geschichte. Den Turmaufstieg sollte einplanen, wer Zeit hat: 395 Stufen, dann ein 360-Grad-Blick über Linz und das Donautal.

Tipp: Die Turmbesteigung findet samstags, sonntags und an Feiertagen um 14 Uhr statt, Anmeldung erforderlich.

Alles Wichtige zum Neuen Dom in Linz Link

Linzer Schloss & Schlossmuseum

Vom Mariendom geht es den Hang hinauf zum Linzer Schloss, das auf einer Anhöhe über der Altstadt thront. Die Anlage geht auf römische Ursprünge zurück, das heutige Erscheinungsbild ist überwiegend aus dem 16. und 17. Jahrhundert, ergänzt durch eine moderne Glasfront auf der Südseite. Von der Schlossterrasse aus liegt die gesamte Altstadt zu Füßen, dahinter die Donau und auf der anderen Seite der Pöstlingberg mit der Basilika.

Das Schlossmuseum zeigt die Geschichte Oberösterreichs auf über 10.000 Quadratmetern, von der Urzeit bis ins 20. Jahrhundert. Wer keine Zeit für das Museum hat, sollte trotzdem den Weg nach oben auf sich nehmen. Der Blick von der Terrasse bei Abendsonne gehört zu den schönsten Aussichtspunkten der Stadt.

Online-Tickets & weitere Informationen zum Linzer Schloss Link

Lentos Kunstmuseum

Zurück am Donaukai liegt das Lentos Kunstmuseum, ein 130 Meter langer Glaskörper direkt am Wasser. Tagsüber klar und sachlich, abends leuchtet die beleuchtete Fassade ins Wasser. Eine der besten Sammlungen zeitgenössischer Kunst in Österreich, vom Expressionismus bis zur Gegenwart.

Wer kein Museum-Besucher ist, kann das Lentos trotzdem mitnehmen: Die Promenade davor, direkt an der Donau, ist einer der schönsten Spazierwege der Stadt. Zwischen Schloss im Rücken und Fluss vor einem lässt sich hier gut die Atmosphäre von Linz einfangen.

Online-Tickets & weitere Informationen zum Kunstmuseum Link

Ars Electronica Center

Blick auf die Innenstadt von Linz vom Donauufer beim Ars Electronica Center
Blick auf die Innenstadt von Linz vom Donauufer beim Ars Electronica Center I © Linz Tourismus, Romeo Felsenreich

Über die Nibelungenbrücke auf die andere Donauseite, dann steht man vor dem Ars Electronica Center, dem selbsternannten Museum der Zukunft. Interaktive Ausstellungen zu Technologie, Gesellschaft und Medien, ein Ort zum Mitmachen und Mitdenken. Das Herzstück ist der Deep Space: eine 16 mal neun Meter große Projektion, in der dreidimensionale Bildwelten entstehen, die sich anfühlen wie echte Räume.

Wer wenig Zeit hat, reicht ein Blick ins Erdgeschoss für einen ersten Eindruck. Wer sich festbeißt, plant zwei Stunden ein. Das AEC ist außerdem eines der wenigen Museen in Linz, das abends geöffnet hat. Tipp: Jeden September verwandelt das Ars Electronica Festival die gesamte Stadt in ein Labor für Kunst und Technologie, mit Installationen auf Plätzen, Brücken und Dächern.

Vom Ars Electronica Center sind es nur wenige Meter bis zurück ans Schiff. Der Rückweg führt entlang der Donaupromenade, einem der schönsten Spazierwege der Stadt.

Weitere Informationen zum Ars Electronica Center Link

Unser Insider-Tipp: Mural Harbor

Street Art und Murals im Hafen von Linz
Street Art und Murals im Hafen von Linz I © Linz Tourismus, Christoph Partsch

Im Linzer Hafen, etwa 30 Minuten vom Zentrum entfernt, haben hunderte Künstler aus aller Welt die Lagerhallen mit riesigen Murals überzogen, manche davon mehrere hundert Quadratmeter groß. Das Hafenareal ist aus Sicherheitsgründen nicht frei zugänglich, aber eine Bootstour bringt einen nah genug heran. Etwa eine Stunde Fahrt, dazu die Möglichkeit, sich selbst im Sprayen zu versuchen.

Der Mural Harbor zeigt das andere Linz: nicht Museum, nicht Barock, sondern eine Stadt, die ihren Industrieraum als Leinwand begriffen hat.

Die schönsten Murals im Linzer Hafen & weitere Informationen Link

Street Art und Murals im Hafen von Linz
© Linz Tourismus, Robert Josipovic

Die Schätze außerhalb der Stadt

Wer mehr aus dem Linz-Aufenthalt herausholen möchte, verlässt die Innenstadt und entdeckt, was die Region zu bieten hat. Der Pöstlingberg liegt noch innerhalb der Stadt und ist mit der historischen Bergbahn schnell erreichbar. Das Salzkammergut südlich von Linz braucht mehr Zeit, lohnt sich aber für alle, die früher anreisen oder eine längere Liegezeit haben.

Pöstlingberg & Basilika (ca. 1 Stunde zusätzlich)

Der Pöstlingberg mit der Wallfahrtsbasilika in Linz
Der Pöstlingberg mit der Wallfahrtsbasilika in Linz I © Linz Tourismus, Christoph Partsch

Wer Zeit hat, fährt mit der Pöstlingbergbahn auf den Hausberg der Stadt. Die historische Adhäsionsbahn, eine der ältesten Europas, braucht etwa 20 Minuten für die Strecke. Oben thront die Wallfahrtsbasilika über der Stadt, von fast überall in Linz sichtbar. Der Blick von der Aussichtsplattform über die Donauebene und zurück auf die Altstadt ist der weiteste, den Linz zu bieten hat.

Direkt an der Bergstation hat die Konditorei Jindrak eine Filiale. Die Linzer Torte mit Blick auf die Stadt ist die konsequenteste Art, diesen Aussichtspunkt abzuschließen.

Informationen zum Pöstlingberg auf der offizielle Tourismuswebsite von Linz Link

Der Pöstlingberg mit der Wallfahrtsbasilika in Linz
© Linz Tourismus, Christoph Partsch

Salzkammergut

Das Salzkammergut in Österreich

Wer Linz als Ausgangspunkt nutzt und mehr Zeit mitbringt, findet südlich der Stadt eine der schönsten Seenregionen Europas. Hallstatt am gleichnamigen See ist das bekannteste Ziel, touristisch stark frequentiert, aber von einer Schönheit, die das rechtfertigt. Der Attersee, der Wolfgangsee und der Traunsee mit dem kleinen Gmunden sind ruhiger und zeigen die Region von ihrer ungezähmteren Seite.

Für einen normalen Kreuzfahrt-Landgang reicht die Zeit nicht. Das Salzkammergut empfiehlt sich für alle, die Linz als Einschiffungshafen nutzen und einen oder zwei Tage früher anreisen. (ca. 1 bis 1,5 Stunden ab Linz)

Weitere Informationen zum Salzkammergut Link

Food & Drinks

Linz ist kulinarisch bodenständig österreichisch mit einem urban-modernen Einschlag. In den Cafés und Gasthäusern der Altstadt trifft Kaffeehauskultur auf junges Publikum. Die Linzer Torte ist Pflicht: ein mürbteigähnlicher Boden mit Zimt, eine Schicht Ribiselmarmelade, das typische Gittermuster obenauf. Die beste Adresse ist die Konditorei Jindrak in der Herrengasse, seit 1929 am selben Standort. Das Interieur hat sich kaum verändert, der Charme ist echt.

Wer einen Sitzplatz mit moderner Atmosphäre bevorzugt, ist im Bruckner Kaffeehaus am Hauptplatz gut aufgehoben. Entlang der Herrenstraße reihen sich Cafés und Restaurants aneinander, die meisten davon mit Gerichten, die weit über Touristenstandard liegen.

Shopping Ecke

Die Landstraße ist eine der längsten Einkaufsstraßen Österreichs, mit allem, was man erwartet. Interessanter sind die Bischofstraße und die kleinen Gassen der Altstadt, wo sich unabhängige Läden für nachhaltige Mode, Keramik und Design aneinanderreihen. Wer ein Souvenir sucht, das nicht beliebig ist: Eine Original Linzer Torte aus der Konditorei Jindrak, verpackt zum Mitnehmen, ist das solideste Mitbringsel der Stadt.

Fotospots

Der stärkste Moment für ein Foto ist der Blick von der Schlossterrasse auf die Altstadt und die Donau, am besten mit dem Pöstlingberg im Hintergrund. Am Wasser empfiehlt sich die Lentos-Fassade bei Abenddämmerung, wenn die beleuchteten Glasflächen ins Wasser reflektieren.

Wer auf der anderen Donauseite steht, hat vor dem Ars Electronica Center den besten Blick auf die Brücken und die Altstadt gleichzeitig. Und vom Pöstlingberg aus ergibt sich das Panoramabild der Stadt, das man aus keiner anderen Perspektive bekommt.

Plan B bei Regen oder Wind

Das Ars Electronica Center ist der beste Schlechtwetter-Plan in Linz: interaktiv, warm, stundenfüllend. Das Lentos Kunstmuseum bietet den ruhigeren Gegenpol. Wer lieber sitzt, findet im Alten Dom oder im Mariendom trockene und eindrucksvolle Räume, die keinen Eintritt kosten.

In den Cafés der Herrenstraße gilt: In Linz wartet niemand darauf, dass man geht.

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Zurück zum Kreuzfahrtschiff

Die meisten Schiffe liegen direkt beim Lentos Kunstmuseum am Donaukai, von der Altstadt sind es wenige Minuten zu Fuß. Wer auf der nördlichen Uferseite bei der Kunsthalle angelegt hat, überquert die Brücke zurück, das sind etwa 10 Minuten zusätzlich. Wer den Pöstlingberg besucht hat, fährt mit der Bergbahn zurück zum Hauptplatz und läuft von dort in wenigen Minuten zum Kai.

Wichtig: Wer den Mural Harbor eingeplant hat, rechnet für den Rückweg mindestens 20 bis 30 Minuten ein. Ein Taxi ist hier die sicherste Option bei knapper Zeit.

FAQ – Häufige Fragen zu einem Städtetrip nach Linz

Wie komme ich am einfachsten vom Schiff ins Zentrum?

Die Anlegestellen liegen direkt am Donaukai, der Hauptplatz ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.

Ja, wenn die Liegezeit mindestens vier Stunden beträgt. Die Bahn fährt ab Hauptplatz, 20 Minuten hinauf, oben Basilika und Aussicht, 20 Minuten zurück. Mit Kaffeepause eine Stunde gut eingeplant.

Ja, Österreich ist weitgehend bargeldlos. Kartenzahlung funktioniert in Restaurants, Museen und Cafés überall problemlos.

Ars Electronica Center oder Lentos, beide direkt am Wasser und beide stundenfüllend.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes

Letzte Aktualisierung am 5.09.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


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