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Norwegen oder Island: Welche Kreuzfahrt passt zu dir?

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Vergleich Island und Norwegen Symbolbild

Ob eine Norwegen oder Island Kreuzfahrt besser zu dir passt, entscheidet sich vor allem an drei Punkten: wie viel Seezeit du einplanen willst, welche Landschaft dich reizt und in welchem Monat du reist. Norwegen erreichst du oft schon ab einem deutschen Hafen und tauchst nach kurzer Anfahrt in grüne Fjorde ein. Eine Island-Kreuzfahrt verlangt in der Regel mehr Reisezeit oder einen Flug nach Reykjavík, belohnt dafür aber mit Vulkanen, Geysiren und schwarzen Lavastränden. Wer zwischen beiden Revieren schwankt, wählt also weniger zwischen „schön“ und „schöner“ als zwischen zwei Landschaftstypen und zwei Reiserhythmen.

Norwegen oder Island: Worin unterscheiden sich die beiden Reiseziele?

Beide gehören zu den Nordeuropa-Zielen, spielen aber in unterschiedlichen Ligen der Erreichbarkeit. Norwegen liegt gewissermaßen vor der Haustür. Viele Schiffe legen ab Hamburg, Kiel, Bremerhaven oder Warnemünde ab und arbeiten sich an der Küste nach Norden vor, sodass fast durchgehend Land in Sicht ist. Island dagegen liegt mitten im Nordatlantik, rund 800 Kilometer vom europäischen Festland entfernt, und wird deshalb entweder mit mehreren Seetagen oder über einen Flug ins Programm genommen.

Auch die Reisezeit unterscheidet sich. Norwegen ist ein Ganzjahresrevier, weil im Sommer die Fjorde und im Winter das Nordlicht locken. Island konzentriert sich fast vollständig auf die kurzen, hellen Sommermonate. Wer die Frage nach Norwegen oder Island für sich klären will, sollte deshalb weniger auf Reedereien schauen als auf den eigenen Kalender und das eigene Reisetempo.


Wann ist die beste Reisezeit für Norwegen und Island?

Die Saison ist oft schon die halbe Entscheidung. Norwegen bietet zwei klar getrennte Fenster, Island im Grunde nur eines. Bevor du dich festlegst, lohnt ein nüchterner Blick darauf, was in welchem Monat überhaupt fahrbar und sichtbar ist. Die folgenden Zeiträume sind grobe Orientierungswerte und können je nach Route und Wetter variieren.

  • Norwegen Fjorde – grob Mai bis September, mit langen Tagen und durch Schmelzwasser gut gefüllten Wasserfällen
  • Norwegen Mitternachtssonne – hoher Norden im Juni und Juli, wenn die Sonne nachts nicht untergeht
  • Norwegen Nordlicht – Ende September bis etwa März entlang der Küste, oft mit Postschiff- oder Winterrouten
  • Island – grob Ende Mai bis Anfang September, mit der Kernzeit Juni bis August

Daraus ergibt sich eine einfache Faustregel. Wer flexibel im Frühjahr, Herbst oder sogar Winter reisen möchte, hat mit Norwegen die deutlich größere Auswahl. Wer ausschließlich im Hochsommer Urlaub nehmen kann, findet für beide Reiseziele Termine, sollte bei Island aber früh buchen, weil die Saison kurz und das Angebot überschaubar ist. Familien mit Schulkindern landen bei beiden Zielen fast zwangsläufig in den Sommerferien, was bei Island preislich stärker ins Gewicht fällt als bei Norwegen.Daraus ergibt sich eine einfache Faustregel. Wer flexibel im Frühjahr, Herbst oder sogar Winter reisen möchte, hat mit Norwegen die deutlich größere Auswahl. Wer ausschließlich im Hochsommer Urlaub nehmen kann, findet für beide Reiseziele Termine, sollte bei Island aber früh buchen, weil die Saison kurz und das Angebot überschaubar ist. Familien mit Schulkindern landen bei beiden Zielen fast zwangsläufig in den Sommerferien, was bei Island preislich stärker ins Gewicht fällt als bei Norwegen.


Wie kommst du hin? Anreise und Seezeit im Vergleich

Hier trennen sich die beiden Reviere am deutlichsten, und für viele ist dieser Punkt entscheidender als die Landschaft. Eine Norwegen-Kreuzfahrt lässt sich häufig ohne Flug antreten. Du fährst mit der Bahn oder dem Auto zum Abfahrtshafen, gehst an Bord und bist mitten in der Reise, sobald das Schiff ablegt. Die Anfahrt entlang der Küste gilt selbst schon als Teil des Erlebnisses, weil Berge, Inseln und Leuchttürme vorbeiziehen, statt tagelang nur offenes Wasser.

Island funktioniert anders. Grundsätzlich gibt es zwei Wege, und die Wahl bestimmt Länge und Charakter der Reise erheblich. Beide haben ihre Berechtigung, richten sich aber an unterschiedliche Reisetypen.

  • Fly-Cruise ab Reykjavík – Flug nach Island, dann eine Umrundung von meist rund sieben Nächten mit wenig Seezeit
  • Seereise ab Deutschland – längere Route von oft zwölf bis vierzehn Nächten mit zwei oder mehr reinen Seetagen pro Richtung

Für die Entscheidung heißt das: Wer Seetage als erholsame Auszeit an Bord schätzt und ohnehin eine längere Reise plant, ist mit der Anreise über See gut bedient. Wer die Zeit an Land maximieren und Island möglichst kompakt erleben möchte, fährt mit der Fly-Cruise-Variante besser, muss dafür aber den Flug einplanen. Norwegen bleibt in dieser Kategorie die unkompliziertere Wahl, weil es die kürzeste Anreise und die geringste Portion offenes Meer bietet. Dabei musst du dich nicht auf ein kurzes Format festlegen. Ab deutschen Häfen sind neben Reisen um eine Woche auch längere Törns von etwa zehn bis vierzehn Tagen buchbar.

Du tendierst zu einem Revier? Dann geht es hier in die Tiefe. Für Routen, Häfen und die beste Reisezeit lohnt der ausführliche Norwegen-Überblick, für Vulkanlandschaft, Fly-Cruise und die kurze Saison der Island-Überblick.

Fjorde oder Vulkane: Welcher Landschaftstyp reizt dich?

Landschaftlich liefern beide Reiseziele etwas grundlegend Verschiedenes. Norwegen steht für tiefe Fjorde, die sich zwischen steilen, grün bewachsenen Wänden ins Landesinnere ziehen. Dazu kommen Wasserfälle, gepflegte Küstenstädtchen und im Norden die karge Weite rund um die Lofoten und das Nordkap. Orte wie Geiranger, Flåm, Ålesund und Bergen stehen auf vielen Routen und lassen sich häufig zu Fuß oder mit kurzen Ausflügen erkunden.

Island setzt dem eine rauere, geologisch junge Kulisse entgegen. Statt sanftem Grün prägen Lavafelder, dampfende Geothermalgebiete, Gletscherzungen und schwarze Strände das Bild. Viele der bekanntesten Ziele liegen im Landesinneren und werden über organisierte Landausflüge angesteuert, etwa die Wasserfälle Gullfoss und Skógafoss oder das Geothermalgebiet um Geysir. Häfen wie Akureyri, Ísafjörður oder Grundarfjörður mit dem markanten Berg Kirkjufell dienen dabei als Ausgangspunkte, weniger als eigenständiges Ziel.

Genau hier liegt der Kern der Wahl. Norwegen wirkt vertrauter, näher, in Teilen fast alpin und bietet viel direkt vom Schiff aus. Island fühlt sich abgelegener und ursprünglicher an, verlangt dafür aber mehr Bereitschaft, an Land aktiv auf Entdeckung zu gehen. Wer beim Blick vom Deck grüne Wände und Fischerdörfer sehen will, tendiert zu Norwegen. Wer Vulkanlandschaft und Geothermie sucht, kommt an Island nicht vorbei.

Das Globus-Monument auf dem Nordkap
Das Nordkap in Norwegen

Was kostet mehr: eine Norwegen- oder eine Island-Kreuzfahrt?

Konkrete Zahlen hängen von Reederei, Kabine und Termin ab und gehören deshalb zur aktuellen Buchungsabfrage, nicht in einen Ratgeber. Als Tendenz lässt sich aber sagen: Island gilt in der Regel als das teurere Reiseziel. Das liegt weniger am Bordpreis allein als am Drumherum. Die Saison ist kurz, es fahren weniger Schiffe, oft kommt ein Flug hinzu, und die Reisen sind im Schnitt länger. Auch die Nebenkosten an Land, etwa für Ausflüge zu den bekannten Naturzielen, fallen auf Island spürbar ins Gewicht.

Norwegen ist im Vergleich meist flexibler und im Sommer günstiger zu haben. Es gibt mehr Termine über eine längere Saison, kürzere Reisen von rund sieben Nächten, aber auch Kurzreisen mit maximal fünf Nächten sind gut verfügbar, und die Anreise ohne Flug spart bares Geld. Wer preisbewusst plant, findet in Norwegen daher mehr Spielraum. Verlässliche Preise, Termine und Inklusivleistungen prüfst du am besten direkt beim Anbieter, weil sie sich saisonal deutlich verschieben.


Für wen lohnt sich welche Kreuzfahrt?

Eine pauschale Empfehlung führt in die Irre, weil beide Reiseziele unterschiedliche Reisetypen bedienen. Sinnvoller ist die Frage, worauf du persönlich Wert legst. Die folgende Einordnung hilft, das eigene Profil einem Reiseziel zuzuordnen, ohne dem einen oder anderen Ziel etwas abzusprechen.

  • Norwegen passt zu dir – wenn du ohne Flug reisen willst, zum ersten Mal auf Kreuzfahrt gehst, mit Familie unterwegs bist, ein kürzeres oder günstigeres Format suchst oder gezielt Nordlicht im Winter erleben möchtest
  • Island passt zu dir – wenn dich vulkanische Naturlandschaft mehr reizt als Fjorde, du Seetage schätzt oder einen Flug in Kauf nimmst, im Sommer reist und ein Reiseziel abseits des Gewohnten suchst

Wichtig ist die Einsicht, dass es keine falsche Wahl gibt, sondern nur eine, die schlechter zu deinem Reisestil passt. Einsteiger und preisbewusste Reisende sind mit Norwegen meist auf der sichereren Seite. Wer schon einige Kreuzfahrten hinter sich hat und bewusst etwas Ursprüngliches sucht, findet in Island das lohnendere Ziel. Und wer sich partout nicht entscheiden kann, sollte einen Blick auf kombinierte Routen werfen, die beide Reiseziele in einer Reise verbinden.

Häufige Fragen (FAQ) – Norwegen- und Island-Kreuzfahrten

Ja, einige Routen verbinden beide Reviere, häufig ergänzt um Zwischenstopps auf den Färöern, den Shetlandinseln oder in Schottland. Solche Reisen dauern in der Regel zwölf bis sechzehn Nächte und eignen sich, wenn du beide Landschaftstypen in einem Törn erleben und dich nicht festlegen möchtest.

Nicht zwingend. Bei einer Umrundung ab Reykjavík fliegst du in der Regel an, während Routen ab dem europäischen Festland Island über mehrere Seetage erreichen und ohne Flug auskommen. Welche Variante besser passt, hängt davon ab, ob du Reisezeit an Land oder Erholung auf See bevorzugst.

Für Einsteiger ist Norwegen meist die unkompliziertere Wahl. Die Anreise ab deutschen Häfen ohne Flug, die kürzeren Reiseformate und die geringe Zahl an Seetagen machen den Start leichter. Island lohnt sich eher, wenn du schon Erfahrung an Bord gesammelt hast und gezielt ein besonderes Naturziel ansteuern möchtest.

Die Mitternachtssonne erlebst du im hohen Norden vor allem im Juni und Juli, wenn die Sonne nachts nicht untergeht. Das Nordlicht ist dagegen ein Phänomen der dunklen Jahreszeit und zeigt sich grob von Ende September bis März, häufig auf Postschiff- oder Winterrouten entlang der Küste. Eine Garantie für die Sichtung gibt es naturgemäß nicht.

Das hängt von der Route ab. Eine Umrundung ab Reykjavík kommt mit wenig Seezeit aus, während eine Reise ab dem Festland pro Richtung zwei oder mehr reine Seetage einplant. Wer die offene See als Erholung schätzt, gewinnt dadurch, wer möglichst viel Zeit an Land will, sollte zur Fly-Cruise-Variante greifen.

Ja. Anders als bei den Fjordreisen im Sommer stehen im Winter Küstenrouten im Vordergrund, deren Ziel oft das Nordlicht ist. Diese Reisen führen entlang der norwegischen Küste nach Norden und sind eine der wenigen Möglichkeiten, im nordeuropäischen Winter überhaupt zur See zu fahren.


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