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Kreuzfahrt Fehler vermeiden: 10 Anfängertipps

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Kreuzfahrtschiff AIDAperla mit einem großen Verbotsschild

Die erste Kreuzfahrt ist aufregend, und gerade deshalb passieren ein paar Fehler fast jedem. Die gute Nachricht: Die meisten lassen sich leicht vermeiden, wenn man sie vorher kennt. Von der falschen Kabine über unerwartete Nebenkosten bis zur verpassten Abfahrt: Dieser Artikel listet die 10 häufigsten Anfängerfehler auf Kreuzfahrten auf und erklärt, wie man sie umgeht.

1. Die falsche Kabine buchen

Nicht jede Kabine ist gleich ruhig. Kabinen direkt über oder unter Bars, Diskotheken, dem Pooldeck oder dem Theater können nachts laut werden. Am Bug (vorne) spürt man bei Seegang die Wellenbewegung stärker, am Heck (hinten) sind gelegentlich Maschinenvibrationen hörbar.

Erfahrungsgemäß lohnt sich ein Blick auf den Deckplan vor der Buchung. Viele Reedereien stellen ihn online bereit, und erfahrene Kreuzfahrer prüfen gezielt, welche Bereiche über und unter der gewünschten Kabine liegen. Die ruhigste Lage: mittschiffs auf einem mittleren Deck, zwischen zwei reinen Kabinendecks. Einen ausführlichen Vergleich gibt es im Kabinen-Artikel.


2. Kein Handgepäck planen

Am Einschiffungstag gibt man das große Gepäck vor dem Terminal ab. Es wird zur Kabine gebracht, kann aber bis zum späten Abend auf sich warten lassen. Wer Badekleidung, Sonnencreme, Medikamente und Ladegeräte im Koffer hat, verbringt den halben ersten Tag ohne die Dinge, die er braucht.

Die Lösung ist simpel: Alles, was man in den ersten Stunden an Bord nutzen will, gehört ins Handgepäck. Dazu zählen Ausweisdokumente, Medikamente, Badekleidung, Sonnenschutz, Ladegeräte und etwas zum Umziehen. In der Praxis packen erfahrene Kreuzfahrer auch eine leichte Jacke ein, weil es an Deck beim Auslaufen abends frisch werden kann.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes

3. Die Sicherheitsübung nicht ernst nehmen

Die Seenotrettungsübung (Muster Drill) ist international vorgeschrieben und für alle Gäste verpflichtend. Sie findet kurz nach der Einschiffung statt, bevor das Schiff den Hafen verlässt. Je nach Reederei trifft man sich an den Sammelstationen oder absolviert die Übung digital per Video in der Kabine.

Wer die Übung nicht mitmacht, riskiert, dass er die Reise nicht antreten darf. Das klingt streng, ist aber eine Sicherheitsvorschrift, die kein Schiff umgehen kann. Erfahrungsgemäß dauert die Übung nur 15 bis 20 Minuten. Im Ernstfall ist es entscheidend, die eigene Sammelstation und den schnellsten Weg dorthin zu kennen. Die Nummer steht auf der Bordkarte und an der Kabinentür.


4. Nebenkosten unterschätzen

Der häufigste Schockmoment auf der ersten Kreuzfahrt: die Bordrechnung am Ende der Reise. Bei AIDA und MSC sind Getränke, Spezialitätenrestaurants, WLAN und Spa nicht im Kabinenpreis enthalten. Ein Bier kostet erfahrungsgemäß ca. 5 bis 8 Euro, Cocktails 10 bis 15 Euro. Wer täglich ein paar Getränke bestellt, kommt schnell auf 30 bis 60 Euro pro Tag und Person.

Dazu kommen Trinkgelder, die bei AIDA und MSC automatisch dem Bordkonto belastet werden (ca. 12 bis 16 Euro pro Person und Tag). Bei Mein Schiff sind Getränke, Spa und Trinkgelder im Preis enthalten, was den höheren Grundpreis relativiert.

Erfahrungsgemäß hilft es, vorab zu rechnen: Kabinenpreis plus Getränkepaket, Trinkgeld, WLAN und geplante Ausflüge ergeben den realistischen Gesamtpreis. Wer das vorher weiß, erlebt am Check-out keine Überraschung. Ein Getränkepaket lohnt sich erfahrungsgemäß ab ca. 4 bis 5 Getränken pro Tag. Alle Preise sind unverbindliche Richtwerte.


5. Zu viele Ausflüge buchen

Jeden Tag ein voller Landausflug klingt nach maximalem Erlebnis, führt in der Praxis aber oft zu Erschöpfung statt Erholung. Gerade auf einer einwöchigen Kreuzfahrt mit 4 bis 5 Hafenstopps empfiehlt es sich, nicht jeden Tag durchzuplanen.

Erfahrungsgemäß funktioniert ein Mix am besten: 2 bis 3 organisierte Ausflüge pro Woche für die Highlights, und an den restlichen Hafentagen die Stadt auf eigene Faust erkunden. Manche Häfen (Barcelona, Dubrovnik, Kopenhagen) eignen sich gut für eigenständige Erkundungen, bei anderen (Civitavecchia für Rom, Le Havre für Paris) ist ein organisierter Transfer sinnvoll, weil die Distanz zum Ziel groß ist.

An mindestens einem Hafentag einfach an Bord bleiben. Die Poolbereiche und Restaurants sind dann angenehm leer, und der Erholungseffekt ist erfahrungsgemäß enorm.

Fischerdorf auf Madeira mit beindruckenden Felsen im Hintergrund

6. Seekrankheit ignorieren

„Mir wird schon nicht schlecht“ ist die häufigste Fehleinschätzung auf der ersten Kreuzfahrt. Moderne Schiffe haben Stabilisatoren, und auf ruhiger See spürt man die Bewegung kaum. Aber auf dem Nordatlantik, bei Sturmtiefs oder auf offener Ozeanpassage kann es auch auf großen Schiffen schaukeln.

Wer empfindlich ist, kann vorbeugen:

  • Kabine mittschiffs auf einem mittleren Deck buchen
  • An Deck gehen und den Horizont fixieren, wenn sich Unwohlsein bemerkbar macht
  • Leicht essen und viel Wasser trinken

Routen mit wenig Seegang (Mittelmeer, Ostsee, Flusskreuzfahrt) sind für Erstfahrer erfahrungsgemäß die sicherere Wahl als Transatlantik oder Nordland bei Herbstwetter.


7. Zu spät zum Schiff zurückkommen

Das Schiff wartet nicht. Wer nach einem Landausflug auf eigene Faust zu spät am Hafen ankommt, sieht im schlimmsten Fall das Heck des Schiffes beim Ablegen. Bei organisierten Ausflügen über die Reederei wartet das Schiff, falls der Bus Verspätung hat. Bei eigenständigen Ausflügen gilt: Die Abfahrtszeit ist verbindlich.

Erfahrungsgemäß helfen drei Dinge: Immer mindestens eine Stunde Puffer einplanen. Die Uhrzeit des Handys auf „Bordzeit“ lassen, statt die automatische Zeitzonenanpassung zu nutzen. Und bei Häfen mit langen Transferwegen (Civitavecchia, Le Havre) den Rückweg großzügig kalkulieren.

AIDA Evolution kommt auf die AIDAsol. Hier ist sie im Hafen Hamburg zu sehen

8. Beim Essen nur das Buffet nutzen

Viele Erstfahrer steuern bei jeder Mahlzeit automatisch das Buffetrestaurant an und verpassen dabei einen großen Teil des kulinarischen Angebots. Die meisten Kreuzfahrtschiffe haben neben dem Buffet auch Bedienrestaurants (im Grundpreis enthalten), Spezialitätenrestaurants (gegen Aufpreis) und manchmal Themenabende mit besonderen Menüs.

Erfahrungsgemäß lohnt sich ein Rundgang am ersten Tag, um alle Restaurants zu entdecken und Reservierungen für die beliebtesten Optionen vorzunehmen. Spezialitätenrestaurants (Steakhouse, Sushi, Italienisch) sind auf vielen Schiffen erfahrungsgemäß kulinarisch stärker als das Hauptrestaurant. Wer sie nicht vorab bucht, bekommt erfahrungsgemäß ab dem dritten Tag keinen Platz mehr.


9. WLAN-Kosten nicht einplanen

Auf hoher See läuft die Internetverbindung über Satellit und ist deutlich teurer und langsamer als an Land. WLAN-Pakete kosten je nach Reederei ca. 10 bis 25 Euro pro Tag. Wer davon nichts weiß und einfach das Bord-WLAN nutzt, bekommt am Ende eine Rechnung, die überrascht.

Erfahrungsgemäß hilft es, das WLAN-Paket vorab online zu buchen, weil die Preise dort oft niedriger sind als an Bord. Für Social Media und Messaging reicht das Standard-Paket, für Videostreaming braucht man ein teureres Upgrade. Bei einigen Reedereien (z. B. NCL im „Free at Sea“-Tarif) ist WLAN im Reisepreis enthalten. Alle Preise sind unverbindliche Richtwerte.


10. Den ersten Tag verplanen

Der Einschiffungstag ist voller Abläufe: Check-in, Gepäckabgabe, Bordkarte, Kabinenbezug (meistens erst ab 13 bis 15 Uhr), Sicherheitsübung, Auslaufen. Wer sich dazu noch einen vollen Erkundungsplan vornimmt, startet gestresst statt entspannt.

Erfahrungsgemäß läuft der erste Tag am besten, wenn man ihn als Ankommen begreift: Schiff erkunden, Restaurants finden, am Pool entspannen, das Auslaufen an Deck genießen. Die eigentliche Reise beginnt am zweiten Tag. Unser Erster-Tag-Guide erklärt den kompletten Ablauf Schritt für Schritt.

Häufige Fragen (FAQ) – Die häufigsten Fragen Kreuzfahrt Fehler vermeiden

Die drei häufigsten sind erfahrungsgemäß: die falschen Dinge im Koffer statt im Handgepäck (Badekleidung, Medikamente, Ladegeräte), unterschätzte Nebenkosten (Getränke, Trinkgeld, WLAN kommen zum Kabinenpreis hinzu) und zu viele Ausflüge, die aus Erholung Stress machen. Alle drei lassen sich durch etwas Planung vor der Reise vermeiden.

Vorab den Gesamtpreis rechnen: Kabinenpreis plus Getränkepaket, Trinkgeld, WLAN und Ausflüge. Bei Mein Schiff sind Getränke und Trinkgelder inklusive, bei AIDA und MSC kommen sie als Extras hinzu. Ein Getränkepaket lohnt sich erfahrungsgemäß ab ca. 4 bis 5 Getränken pro Tag. WLAN-Pakete sind vorab online oft günstiger als an Bord. Alle Preise sind unverbindliche Richtwerte.

Erfahrungsgemäß sind Kabinen mittschiffs auf mittleren Decks ruhiger. Kabinen über oder unter Bars, Diskotheken oder dem Pooldeck können laut sein. Ein Blick auf den Deckplan vor der Buchung hilft, ungünstige Lagen zu vermeiden. Für Erstfahrer ist eine Balkon- oder Außenkabine oft ein guter Kompromiss aus Preis und Komfort.

Die Seenotrettungsübung ist verpflichtend. Wer sie nicht absolviert, darf die Reise nicht antreten. Je nach Reederei findet sie an den Sammelstationen oder digital per Video statt. Erfahrungsgemäß dauert sie nur 15 bis 20 Minuten. Die eigene Sammelstation steht auf der Bordkarte und an der Kabinentür.

Das Schiff wartet nicht auf verspätete Gäste, es sei denn, sie sind auf einem organisierten Ausflug der Reederei. Wer auf eigene Faust unterwegs ist, muss rechtzeitig zurück sein. Erfahrungsgemäß hilft es, mindestens eine Stunde Puffer einzuplanen und die Uhrzeit auf Bordzeit zu lassen.


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