Eine Reise in die Antarktis ist ein besonderes Abenteuer auf See. Keine andere Kreuzfahrt führt so weit weg von der Zivilisation und gleichzeitig so nah an eine Natur, die überwältigender kaum sein könnte. Zwischen schimmernden Eisbergen, Gletschern und einer einzigartigen Tierwelt erlebst du eine Landschaft, die fast unberührt wirkt. Statt Städte und Häfen stehen hier Zodiac-Ausflüge, Landgänge auf einsamen Inseln und Tierbeobachtungen im Vordergrund.
Die meisten Antarktis-Kreuzfahrten starten in Ushuaia im Süden Argentiniens und führen über die berüchtigte Drake-Passage zum antarktischen Kontinent. Je nach Route geht es zu Pinguinkolonien, Forschungsstationen und eisigen Naturwundern, die du nirgendwo sonst auf der Welt findest.
Hier sind die sechs faszinierendsten Ziele einer Antarktis-Expedition:
Ushuaia, Argentinien 🇦🇷: Das Ende der Welt

Ushuaia, auch als „Ende der Welt“ bekannt, ist der südlichste Hafen Argentiniens und der klassische Ausgangspunkt für Antarktis-Kreuzfahrten. Eingebettet zwischen den schneebedeckten Bergen der Anden und dem Beagle-Kanal ist die Stadt der letzte größere Stopp, bevor es in die Wildnis der Antarktis geht. Viele Reisende verbringen einen oder zwei Tage hier, um die Stadt und die umliegende Landschaft zu erkunden, bevor sie an Bord gehen.
Ushuaia ist mehr als nur ein Einschiffungshafen. Der Nationalpark Tierra del Fuego mit seinen Wäldern, Seen und Bergen lohnt einen Ausflug, und die Stadt selbst hat eine eigene, raue Atmosphäre, die zum Abenteuerbeginn passt. Wer sich Zeit lässt, bekommt einen ersten Eindruck von der Natur des südlichsten Zipfels der Welt, bevor das Schiff in die Drake-Passage aufbricht.
Highlights:
- Nationalpark Tierra del Fuego: Wälder, Seen und Berglandschaft direkt vor den Toren der Stadt
- Beagle-Kanal: Bootstouren durch den historischen Kanal, nach dem Darwins Schiff benannt wurde
- Letzte Infrastruktur: Letzte Gelegenheit für Einkäufe, Restaurants und Stadtleben vor der Expedition
Die Drake-Passage: Härtester Einstieg, größtes Abenteuer

Die Überquerung der Drake-Passage ist ein Erlebnis für sich. Sie verbindet Südamerika mit der Antarktis und gilt als eines der rauesten Gewässer der Welt, bekannt für starke Winde, hohe Wellen und teils stürmische See. Viele Reisende erleben sie als ersten echten Härtetest und gleichzeitig als Einstieg in das große Abenteuer. Wer seefest ist, wird die Passage als unvergesslichen Teil der Reise in Erinnerung behalten.
An Bord nutzen viele Reedereien die meist zwei Überfahrtstage für Vorträge über die Antarktis, ihre Tierwelt und Geschichte. Wer mit Glück reist, wird von Delfinen oder Albatros-Schwärmen begleitet, die das Schiff über weite Strecken begleiten können. Die Drake-Passage ist nicht das Ziel, aber sie gehört zur Antarktis-Erfahrung dazu.
Highlights:
- Albatrosse und Sturmvögel: Begleiten das Schiff oft über viele Stunden
- Bord-Vorträge: Die meisten Expeditionsreedereien nutzen die Überfahrt für landeskundliche Programme
- Erste Eisberge: Kurz vor der Antarktis tauchen die ersten Eisberge auf
Südgeorgien: Pinguine, Robben und Polargeschichte

Südgeorgien gehört politisch zu Großbritannien und liegt rund 1.400 Kilometer östlich der Südspitze Argentiniens. Die Insel ist berühmt für ihre gewaltigen Königspinguin-Kolonien, in denen hunderttausende Tiere dicht an dicht brüten. Dazu kommen Seeelefanten und Pelzrobben, die die Strände bevölkern, sowie eine beeindruckende Vogelwelt mit Albatros-Kolonien auf den Hügeln.
Südgeorgien ist auch historisch bedeutsam: Ernest Shackleton, der legendäre Polarforscher, endete hier nach seiner berühmten Rettungsexpedition 1916 und ist auf der Insel begraben. Sein Grab in Grytviken ist ein viel besuchter Anlaufpunkt für Antarktis-Reisende. Wer nach Südgeorgien fährt, erlebt eine der eindrucksvollsten Kombinationen aus Tierwelt und Geschichte, die eine Expeditionsreise bieten kann.
Highlights:
- Königspinguin-Kolonien: Hunderttausende Tiere in einer der größten Kolonien der Welt
- Shackletons Grab in Grytviken: Historisch bedeutsamer Anlaufpunkt für Expeditionsreisende
- Seeelefanten und Pelzrobben: Strände, auf denen die Tiere kaum Scheu vor Menschen zeigen
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Du willst dorthin reisen, wo die Welt wirklich endet? Eine Antarktis-Kreuzfahrt gilt als eine der eindrucksvollsten Expeditionsreisen überhaupt. Zwischen endlosen Eislandschaften, riesigen Pinguinkolonien und majestätischen Gletschern erlebst du eine der am wenigsten berührten Naturlandschaften der Welt.
Ob durch die Paradise Bay, den Lemaire-Kanal oder zur Vulkaninsel Deception Island. Jede Route in der Antarktis bietet Eindrücke, die kaum eine andere Reise bieten kann.
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Paradise Bay 🇦🇶: Das antarktische Festland
Zwischen mächtigen Gletschern und schimmerndem Eis wirkt die Bucht fast surreal, ein Panorama, das Fotografen und Naturliebhaber gleichermaßen begeistert. Eine argentinische Forschungsstation in der Bucht kann bei manchen Routen besucht werden.
Zodiac-Ausflüge durch die Eisberge gehören zu den intensivsten Erlebnissen einer Antarktis-Kreuzfahrt. Aus kleinen Schlauchbooten heraus ist man den Gletscherfronten, dem Eis und der Tierwelt viel näher als vom Schiff aus, und die Stille, die sich über dem Wasser ausbreitet, ist ein Eindruck, den viele Reisende als den eindrucksvollsten der gesamten Reise beschreiben.
Highlights:
- Zodiac-Ausflüge: Nähe zu Gletschern und Eisbergen aus kleinen Schlauchbooten
- Argentinische Forschungsstation: Einblick in das Leben und Arbeiten in der Antarktis
- Kalben der Gletscher: Das Bersten und Abbrechen von Eisblöcken ist ein seltenes Naturschauspiel
Lemaire-Kanal: Eine der eindrucksvollsten Passagen der Antarktis

Der Lemaire-Kanal gilt unter Expeditionsreisenden als einer der eindrucksvollsten Orte der gesamten Antarktis. Die enge Passage wird von hohen Bergen und Gletschern flankiert, das Wasser ist oft mit Eisbergen gespickt, und wenn das Schiff langsam hindurchfährt, bietet sich eine der spektakulärsten Naturkulissen überhaupt. Unter Fotografen trägt der Kanal den Spitznamen „Kodak Gap“, weil hier jeder Blickwinkel ein Postkartenmotiv ergibt.
Der Lemaire-Kanal ist nicht immer passierbar. Bei starkem Eisgang weichen Schiffe auf alternative Routen aus. Wer ihn bei ruhigem Wetter und klarer Sicht erlebt, hat Glück, denn das Spiegelbild der Berge im stillen Wasser gehört zu den ikonischsten Bildern der Antarktis.
Highlights:
- Eisberge und Gletscherfronten: Direkt neben dem Schiff auf engstem Raum
- Spiegelglatte Wasseroberfläche: Bei ruhigem Wetter gilt es als eines der eindrucksvollsten Naturpanoramen der Welt
- Pinguine auf Eisschollen: Häufig tummeln sich Adelie- und Zügelpinguine auf dem Eis im Kanal
Deception Island 🌋: Vulkan mitten im Eis

Deception Island ist ein geologischer Sonderfall: ein aktiver Vulkan mitten in der Antarktis, dessen Caldera durch eine schmale Passage befahren werden kann. Im Inneren der Caldera treffen Gegensätze aufeinander: verlassene Walfangstationen aus dem frühen 20. Jahrhundert, schwarzer Vulkansand, heiße geothermale Quellen und trotzdem typische antarktische Tierwelt mit Pinguinen und Robben.
Das Besondere an Deception Island ist das einzigartige Erlebnis, das sie bietet. In den schwarzen Vulkansandstränden sprudelt geothermales Wasser direkt unter der Oberfläche, was ein Bad im Sand ermöglicht, das kaum ein anderer Ort der Welt bieten kann. Gleichzeitig sind die historischen Überreste der Walfangzeit ein stilles Zeugnis einer anderen Epoche.
Highlights:
- Heißes Wasser im schwarzen Sand: Geothermale Aktivität macht ein Bad im antarktischen Strand möglich
- Verlassene Walfangstation: Historische Überreste aus dem frühen 20. Jahrhundert
- Einfahrt durch die Neptun-Blaasbalgen: Die schmale Passage in die Caldera ist ein eindrucksvolles Erlebnis
Eine Reise für einmal im Leben
Eine Antarktis-Kreuzfahrt ist keine gewöhnliche Reise, und sie sollte es auch nicht sein. Wer sich auf eine Expedition in die letzten großen Wildnisgebiete der Erde einlässt, kehrt mit Eindrücken zurück, die kaum eine andere Reise bieten kann. Die Kombination aus überwältigender Natur, besonderer Tierwelt und einer Abgeschiedenheit, die in der modernen Welt selten geworden ist, macht die Antarktis zu einem Reiseziel der besonderen Art.
Die Wahl der Route, der Reederei und der Reisezeit beeinflusst das Erlebnis erheblich. Wer sich vorab gut informiert und realistische Erwartungen mitbringt, findet in einer Antarktis-Kreuzfahrt eine der eindrucksvollsten Reisen überhaupt.
Häufige Fragen (FAQ) – Die häufigsten Fragen Antarktis-Kreuzfahrt
Wann ist die beste Reisezeit für eine Antarktis-Kreuzfahrt?
Der antarktische Sommer dauert von November bis März. Früh in der Saison im November und Dezember sind die Eisformationen besonders eindrucksvoll. Ab Januar und Februar ist mehr Tiernachwuchs zu sehen, die Tage sind länger und die Temperaturen etwas milder.
Welche Tiere kann man auf einer Antarktis-Kreuzfahrt sehen?
Pinguine verschiedener Arten, darunter Königs-, Adelie-, Zügel- und Eselspinguine, Robben, Seeelefanten, Wale sowie viele Seevögel wie Albatrosse und Sturmvögel. Südgeorgien gilt als einer der tierreichsten Orte der Expedition.
Welche Reedereien fahren in die Antarktis?
Zu den bekanntesten Anbietern gehören Hurtigruten Expeditions, Hapag-Lloyd Cruises, Silversea, Ponant und Seabourn. Auch größere Reedereien wie Celebrity Cruises oder Holland America Line bieten gelegentlich Antarktis-Routen an. Die Angebote unterscheiden sich erheblich in Schiffsgröße, Komfort und Expeditionstiefe.
Welche Kleidung braucht man für eine Antarktis-Kreuzfahrt?
Warme, wind- und wasserdichte Kleidung im Zwiebelprinzip ist unverzichtbar. Viele Expeditionsreedereien stellen laut eigenen Aussagen Jacken und Gummistiefel für die Zodiac-Ausflüge und Landgänge zur Verfügung. Vorab beim Anbieter prüfen, was inklusive ist.
Gibt es WLAN an Bord auf einer Antarktis-Kreuzfahrt?
Ja, aber mit Einschränkungen. WLAN ist auf den meisten Expeditionsschiffen laut Anbietern kostenpflichtig und auf hoher See durch die Satellitenverbindung langsamer als gewohnt. In Häfen ist oft kostenloses WLAN verfügbar. Wer auf ständige Konnektivität angewiesen ist, sollte die Erwartungen vorab anpassen.
Wie lange dauert eine Antarktis-Kreuzfahrt?
Die meisten Routen dauern zwischen zehn und zwanzig Tagen, abhängig davon, ob Südgeorgien und weitere Inseln angesteuert werden. Die Drake-Passage allein nimmt bereits rund zwei Tage pro Richtung in Anspruch.
















